Umschuldungskredit
Von Zeit zu Zeit sollte man seine bestehenden Kredite hinsichtlich ihrer Konditionen überprüfen. Es könnte sein, dass der Zinssatz für den laufenden Kredit zu hoch ist und sich durch eine Ablösung eine günstigere Finanzierungsmöglichkeit bietet. Von einer Ablösung bzw. Umschuldung spricht man immer dann, wenn ein bereits aufgenommener Kredit durch einen neu abgeschlossenen Kredit abgelöst wird. Eine Umschuldung rentiert sich auf jeden Fall, wenn der Zinssatz des neuen Kredites wesentlich unter dem Zins des alten bestehenden Kreditvertrages liegt. Daher sollte vor der Umschuldung genau geprüft werden, wie hoch die Zinsersparnis im Vergleich zum alten Kredit ist. Liegt der Effektivzins des neuen Kreditangebotes deutlich niedriger, so kann sich eine Umschuldung lohnen Insbesondere wenn die Kreditsumme recht hoch und die Restlaufzeit der alten Finanzierung noch recht lang ist.
Vorher prüfen- dann umschulden
Hat man die Möglichkeit ein günstigeres Kreditangebot in Anspruch nehmen zu können um damit höhere Zinsbelastungen zu senken, kann in dem Zusammenhang natürlich auch die Ratenhöhe beibehalten und eine höhere Kreditsumme aufgenommen werden. Besonders interessant und lohnend sind oft die Umschuldungen im Bereich eines überzogenen Dispositionskredites. Dort können die hohen Überziehungszinsen beispielsweise gegen die günstigeren Zinsen eines Ratenkredites abgelöst werden. Der Dispositionskredit ist normalerweise zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe gedacht. Jedoch nehmen die meisten Kontoinhaber ihren Dispo über längere Zeiträume in Anspruch und zahlen dementsprechend hohe Zinsen, die nicht selten bei bis zu 15 Prozent und mehr liegen können. Da es hier keine festen Raten und Termine für die Rückführung des Dispositionskredites gibt, fällt es den Kreditnehmern oft schwer den in Anspruch genommenen Kreditrahmen zurückzuführen. Hier wäre eine Umschuldung des Dispositionskredites in einen niedriger verzinsten Ratenkredit überaus sinnvoll. Auch die Rückführung in monatlichen Raten wäre bei einem Ratenkredit geregelt.
Höherer finanzieller Spielraum
Ein weiterer Grund für eine Umschuldung kann eine zu hohe Ratenvereinbarung bei einem laufenden Ratenkredit sein. Schnell kann eine die hohe monatliche Belastung überfordern. In dem Fall wäre es ratsam, eine längere Laufzeit zu wählen um so die Höhe der Rate zu senken. Wobei nicht vergessen werden darf, dass der Kredit meist teurer wird je länger er läuft. Wichtig ist in jedem Fall, die monatliche Belastung entsprechend dem jeweiligen Budget des Kreditnehmers anzupassen. Nicht selten wird die Umschuldung mehrerer Ratenkredite in einen neuen Ratenkredit genutzt um einen besseren Überblick über die eigenen Verbindlichkeiten zu bekommen. So werden nicht viele kleine Raten zu unterschiedlichen Terminen abgebucht, sondern nur noch eine feste Rate für die Gesamtverbindlichkeit. Hat man sich für eine Umschuldung entschieden, so sollte man bei Beantragung des neuen Kredites angeben, dass dieser zur Umschuldung eines bestehenden Kredites gedacht ist. So kann die Bank dies in ihrer Kreditentscheidung bei der Vergabe des neuen Kredites berücksichtigen.