Die Europäische Zentralbank hat mit den letzten Anhebungen der Leitzinsen dafür gesorgt, dass die Baugeldzinsen beispielsweise für ein Darlehen über 10 Jahre im Schnitt von 4% auf nun ca. 5% gestiegen sind.

Experten erwarten in nächster Zeit weitere Leitzinsanhebungen und damit noch höhere Hypothekenzinsen. Das bisher historisch niedrige Zinsniveau wird so schnell nicht wieder erreicht werden.

Käufer und Anleger können aber weiterhin günstige Immobilienkredite erwerben, denn im langjährigen Durchschnitt liegt die derzeitigen Hypothekenzinsen immer noch im unteren Bereich.

Wie sollten sich potentielle Käufer nun verhalten?

Wenn sie sich überlegen, ein Baudarlehen aufzunehmen, sollten sie die momentan noch immer günstigen Baufinanzierungszinsen mit einer Festschreibung von 10, besser von 15 Jahren versehen. Kürzere Laufzeiten (z.B. 5 Jahre) sind aufgrund der vorhersehbaren steigenden Zinsentwicklung nicht anzuraten.

Vorteil einer 15-jährigen Zinsbindung:

Der Kreditnehmer kann langfristig abwarten und den Markt beobachten. Nach 10 Jahren darf er den Baukredit ohne weitere Kosten kündigen und gegebenfalls günstiger finanzieren, falls die Zinsen gesunken sind.

Die Bank darf dafür keine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung berechnen. Auf der anderen Seite darf die Bank selber aus einem 15-jährigen Vertrag nicht vorzeitig aussteigen, um dann in einer Hochzinsphase mehr Kreditzinsen zu verlangen.